Vielfach beschäftigen sich Unternehmen, aber auch wissenschaftliche Institute mit den anstehenden, gravierenden Veränderungen unserer Mobilität, welche oftmals auch Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) veröffentlichte jüngst eine Studie, wonach es zwar noch etwas dauern wird, bis uns Fahrassistenten dank Künstlicher Intelligenz (AI) von A nach B bringen werden. Das Institut prognostiziert bei selbstfahrenden PKW im Jahr 2015 nur einen Marktanteil von 7 %. Anders soll es aber im gewerblichen Verkehr kommen. Schlechte Nachrichten für junge und künftige Bus- und Truckfahrer.

Man rechnet damit, dass zur Mitte des Jahrhunderts bereits 90 % des Lastverkehrs und 75 % der Personenbusse ohne menschliche Steuerung der Fahrzeuge auskommen werden. Hintergrund ist, dass einerseits der Kostendruck bei Logistik bzw. im ÖPNV die raschere Entwicklung und Anwendung der Selbstfahrsysteme attraktiv macht, andererseits bei den PKW bzw. deren Nutzern der Fahrspaß weiterhin im Vordergrund steht. Lediglich im Luxusklassebereich könnten gut 20 % der Limousinen ohne Chauffeur auskommen, weitere 57 % dieser hochpreisigen Gefährte hätten vermutlich umfassend Fahrassistenten an Bord, wären aber noch klassisch mittels Lenkrad und Pedalen steuerbar. Das Fraunhofer-Institut ermittelte diese Schätzwerte auf Basis der Machbarkeit sowie der vermutlichen Entwicklungs- und Produktionskosten im Verhältnis zum ökonomischen Nutzen.

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