Wenig überraschend hat der Gender-Pay-Gap zum Nachteil der Frauen während des Berufslebens auch direkte Auswirkungen auf die zu erwartende Altersrente. Eine aktuelle Studie der Universität Mannheim in Zusammenarbeit mit der niederländischen Tilburg University hat einen Stichprobenzeitraum von 1993 bis 2014 ausgewertet. Diese Daten sind die momentan Aktuellsten und basieren auf 1,8 Millionen Datensätzen von Arbeitnehmern in Deutschland. Demzufolge müssen Frauen mit durchschnittlich 26 Prozent weniger Rente auskommen als Männer. Geht man von einem Renteneintritt bei Erreichung der neuen Regelaltersgrenze mit 67 Jahren aus, erhält die „Durchschnittsfrau” EUR 140,00 pro Monat weniger Altersruhegeld, als ein vergleichbare „Durchschnittsmann“. Wenn man dann noch die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Frau mit 82 Jahren zu Grunde legt, also von 15 Jahren Rentenbezug ausgeht, fehlen ihr am Ende mehr als EUR 25.000 im Vergleich zum Mann.

Basis dieser Ergebung sind die Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesarbeitsagentur. Die Studie selbst wurde von der Fondsgesellschaft Fidelity in Auftrag gegeben.

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