Et ist weitgehend bekannt, dass ein Studium in Sachen Karriere sehr viel bringt. Und natürlich sind die dadurch erworbenen Kenntnisse durch nichts zu ersetzen. Dies gilt insbesondere in den ersten Jahren der Karriere, wo traditionell die Arbeit noch mehr „hands-on“ ist, als in Führungspositionen. Und dass man für die Stelle als Entwicklungsingenieur eben Ingenieur sein muss versteht sich von selbst.

Weniger einleuchtend ist das ganze schon, wenn man sich manche Fallbeispiele (also Stellenanzeigen, oder auch Vorkommnisse im täglichen Consulting Geschäft) genauer ansieht. Ist jemand, der die letzten zehn Jahre verschiedene Verkaufsabteilungen geleitet hat wirklich nicht in der Lage nun noch eine nur unwesentlich größere Verkaufsabteilung zu leiten, nur weil er vor zwanzig Jahren zufällig nicht Wirtschaft studiert, sondern eine Ausbildung absolviert hat?

Wenn ein Studium verlangt wird ist es wichtig, dass erkennbar ist, weshalb ein Diplom/Bachelor/Master/Doktortitel für diese spezielle Position wichtig ist. Insbesondere sollten Dinge wie „ein Studium in Mathematik, Geschichte, oder eine Ingenieurswissenschaft“ also alles was sich mit „Wir wollen dass der Kandidat studiert hat, wissen aber selber nicht genau was“ umschrieben werden könnte, dringend vermieden werden. Ansonsten entsteht schnell der Eindruck von Oberflächlichkeit, einer Organisation, der der schöne Schein wichtiger ist als der Inhalt.

Nicht nur gehen einem dabei gute Kandidaten verloren, nur weil sie Ihre Qualifikationen woanders als im Hörsaal erworben haben. Selbst Wunschkandidaten mit Studium könnten sich entscheiden, lieber in einer etwas weniger Engstirnigen Umgebung arbeiten zu wollen. In diesem Fall hat man durch eine schlecht durchdachte Formulierung gleich alle Kandidaten vergrault, ob mit oder ohne Studium.

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