Per Blue Card in die EU – Deutschland Nummer 1 für ausländische Fachkräfte

Schon seit einigen Jahren nimmt Deutschland beim EU-Programm „Blue Card“ den ersten Platz ein. Dies bedeutet nicht weniger, als dass hier für hochqualifizierte Spezialisten einerseits enorme Bedarfe auf Seiten der Arbeitgeber bestehen, andererseits dass die Bundesrepublik für diese Personengruppe einen attraktiven neuen Lebensmittelpunkt darstellt. Ca. 87 % aller Inhaber dieses speziellen Passes landen in Deutschland, die weiteren 13 % in den anderen derzeit noch 27 EU-Mitgliedsländern.

Wer nicht aus einem EU-Staat kommt, in Deutschland aber dauerhaft zum Zweck der Arbeitsaufnahme leben möchte, hat die Möglichkeit, sich im Rahmen des sogenannten Blue-Card-Programms um eine Arbeitserlaubnis hierzulande zu bewerben. Dabei stammen die meisten Fachkräfte über die letzten Jahre hinweg meist aus Indien, China und Russland. Gefragt sind im Hinblick auf die Qualifikation vor allem die MINT-Berufe. Das heißt mehrheitlich haben Spezialisten auf den Feldern der Informationstechnologien, der Ingenieurwissenschaften und des Maschinenbaus die besten Chancen auf eine dauerhafte Einwanderung. In den vergangenen 20 Jahren wurden vielfältige Voraussetzungen für die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen, vor allem universitärer Grade und Titel auf den Weg gebracht. Dies ist Grundvoraussetzung dafür, dass Arbeitgeber leicht erkennen können, ob ein Kandidat aus dem fernen Ausland die notwendigen Kenntnisse mitbringt. Als zweite Hürde, die aber in Deutschland angesichts des Lohnniveaus leicht genommen werden kann, ist die Gehaltsuntergrenze. So müssen Bewerber grundsätzlich mindestens 52.000 Euro pro Jahr verdienen, bei den schon erwähnten Mangelberufen in den Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Humanmedizin und IT liegt die Mindestgrenze bei 40.560 Euro und damit bewusst etwas darunter. Die Blue Card, mit der natürlich auch eine Aufenthaltserlaubnis verbunden ist, gilt für ein bis vier Jahre, es besteht auch die Möglichkeit, nach 21 bis 33 Monaten einen dauerhaften Aufenthaltstitel zu beantragen und sich damit aus diesem spezifischen Programm zu entkoppeln.

Diese Angebote richten sich derzeit vor allem an Akademiker, die Hürden sind dementsprechend hoch. Das Ganze geht auf eine Idee des damaligen Bundeskanzlers Schröder um die Jahrtausendwende zurück. Man wollte einerseits mit Rücksicht auf damalige parlamentarische Mehrheitsverhältnisse ein generelles Einwanderungsgesetz umgehen, indem diese Möglichkeit erfunden wurde. Zu dieser Zeit warb die damals oppositionelle CDU mit dem Slogan „Kinder statt Inder“ um Stimmen. Mittlerweile hat sich bei allen im derzeitigen Bundestag vertretenen Fraktionen aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass die zunehmende Überalterung verbunden mit einer stetigen Schrumpfung der Gesellschaft Einwanderung notwendig ist, damit das Lebensniveau und Deutschland dauerhaft gesichert werden kann. Daher hörte man in der parlamentarischen Sommerpause aus den unionsgeführten Ministerien für Inneres und Gesundheit, dass man solche Programm wie die Blue Card auch auf zahlreiche Berufe in der Pflege und im Handwerk ausdehnen müsste. Eine interessante Entwicklung innerhalb einer Generation, zumal vielfach noch dieselben Politiker an den Schalthebeln der Macht sitzen, die solche Ideen einst als gefährlich rigoros abgelehnt hatten. Die Misere bei der Besetzung der Ausbildungsplätze, die sich seit Längerem von Jahr zu Jahr wiederholt und über die wir kürzlich an dieser Stelle berichteten, spricht Bände. Darüber hinaus wächst auch der allgemeine Dienstleistungssektor rasant, es werden längst nicht nur akademische Spezialisten gesucht. Da immer mehr Unternehmen Aufträge mangels Personal ablehnen müssen, hat dies […]

Azubis händeringend gesucht: 17.000 Betriebe haben nicht eine einzige Bewerbung erhalten.

Zum Ausbildungsstart 2018/2019 führte der DIHK im Auftrag der Industrie- und Handelskammern eine Umfrage zur Situation im neuen Lehrjahr durch. Dier Ergebnisse sind ernüchternd, aber nicht überraschend. Während vor zwanzig Jahren durch die damals Bonner Politik noch über eine Zwangsabgabe für Unternehmen die nicht ausbilden, nachgedacht wurde und man sich an der Schwerbehindertenabgabe orientieren wollte, hat sich die Situation seitdem um 180 Grad gedreht. Aktuell konnten 34 % der Ausbildungsbetriebe ihre Stellen nicht besetzen. Damit wurde ein neuer Rekord gebrochen, die Tendenz ist auf Sicht leider steigend.

Der Präsident des DIHK Herr Eric Schweitzer stellte die Auswertung der Online-Umfrage aus diesem Sommer in Berlin vor. Konnten im Jahr 2017 bereits 31 % der Betriebe ihre Ausbildungsplätze nicht erfolgreich belegen, sind es in diesem Jahr 34%. In den neuen Bundesländern ist die Situation mit 46 % noch prekärer. Da das gros der Lehrstellen aber nach wie vor im Westen besetzt wird und dort 32 % der Betriebe keinen Erfolg vermelden konnten, relativiert sich die Sache im Bundesdurchschnitt. Der Vergleich mit dem Jahr 2007 zeigt aber die Dramatik gut auf: vor gut einem Jahrzehnt konnten noch 85 % aller Ausbildungsbetriebe ihre Stellen mit Schulabgängern oder Studienabbrechern besetzen.

Bei den Branchen gibt es signifikante Unterschiede. Im Baugewerbe suchten 45 % aller Unternehmen vergeblich nach (passenden) Azubis, im Bereich Verkehr waren es 40%, die verarbeitende Industrie beklagt 35 % Azubi-Vakanzen, im Banken- und Versicherungsgewerbe sind es 32%, gefolgt von den unternehmensnahen Dienstleistungen mit 31 %. Soweit die nackten Zahlen. Aber auch die Ursachen für diese Misere sind ganz unterschiedlich. Im Dienstleistungssektor inklusive Gastronomie und Verkehr gingen sehr oft gar keine Bewerbungen auf Ausschreibungen ein. Die stark auf kaufmännische Berufe ausgerichteten Branchen beklagen vor allem ein stetiges Gefälle bei der Ausbildungsfähigkeit nach unten. So beherrschen Kandidaten von den unteren Schularten oftmals weder guten Ausdruck in der deutschen Sprache, noch Grundrechenarten sicher. Von den heute notwendigen Fremdsprachenkenntnissen ganz zu schweigen. Dies ist mit Ausnahme der mathematischen Kenntnisse im gewerblichen bzw. handwerklichen Bereich weniger das Thema, aber auch die Handwerkskammern beklagen zunehmend eine Ausbildungsunreife bei vielen Anfängern, was auf mangelnde Schulkenntnisse zurückzuführen sei. Daher freut man sich vielfach über Bewerbungen seitens Studienabbrechern, die nach erfolglos eingeschlagener akademischer Laufbahn einen gehobenen Kaufmannsberuf ergreifen wollen. Insbesondere Banken, Versicherungen, Unternehmensdienstleistungen aber auch die Industrie greift auf diesen Pool zurück. Dies ist auch eine, wenn auch notgedrungene Möglichkeit, die Überakademisierung der Arbeitswelt etwas einzudämmen.

Wenn allerdings Ausbildungsplätze mit der Voraussetzung Abitur angeboten werden, ergibt sich oftmals ein neues Risiko. Entscheiden sich doch häufig die Gymnasialabsolventen kurzfristig gerne zu einem Studium und annullieren in der Folge ihren im Frühjahr abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Der Lehrbetrieb schaut dann in die Röhre, denn so kurzfristig ist kein Ersatz zu bekommen. Gerade kleine und mittlere Betriebe sehen in der Ausbildung junger Menschen nicht nur eine Möglichkeit des sozialen Engagements bzw. der langfristigen Sicherung der Arbeitskompetenz im Unternehmen, sondern wichtige Arbeitskräfte im Alltag, die bei Eignung schon während der Ausbildung begrenzt Verantwortung übernehmen können und sollen. Diese Lücken lassen sich dann weder schließen […]

Der perfekte Arbeitgeber – was mach ein Unternehmen für einen Kandidaten attraktiv?

[:de]Die Frage stellt sich immer häufiger. Qualifizierte Mitarbeiter sind knapp und stark umworben. Oftmals haben Kandidaten mehrere Arbeitsstellen zur Auswahl oder sind eigentlich gar nicht auf der Suche – müssen also durch starke Vorteile zum Wechsel motiviert werden. In diesem Zusammenhang ist nicht nur die Aufgabe und das Gehalt wichtig, auch die Rolle der Attraktivität des Unternehmens darf nicht unterschätzt werden.[:]

Von |2018-10-16T12:39:31+00:00August 20th, 2018|All Entries, Deutsch, Karriere, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Reverse Mentoring: wenn der Chef von einem Lehrling gecoacht wird

Mit Reverse Mentoring werden die klassischen Rollenmuster umgekehrt. Erfahrene Manager werden hier von vermeintlichen Greenhorns beraten. Aber der Schein trügt oft, was die Fähigkeiten der jungen Mitarbeiter anbelangt, sodass große Konzerne wie die amerikanische IBM, aber auch die Lufthansa dieses Prinzip bereit erfolgreich anwenden. Entfalten können sich die Vorteile aber nur, wenn ein Unternehmen dies nicht als ein isoliertes Projekt betrachtet, sondern in den normalen Workflow einbettet.

Konkreter Ansatz war eine Untersuchung der Personalberatung Rochus Mummert, welche sich mit der Frage, wie fit Führungskräfte im Umgang mit digitaler Technik sind. Hier ist es sehr oft um die notwendige Kompetenz im postindustriellen Zeitalter noch nicht gut bestellt. Einer der wesentlichen Gründe für den daraus resultierenden Nachholbedarf ist der Umstand, als dass sich Führungskräfte in der Regel nur mit Kollegen auf derselben Ebene austauschen. Potential, vor allem von jungen Mitarbeitern, wird meist nicht angezapft. Dies ist einerseits besorgniserregend, eröffnet aber im Hinblick auf das Reverse Monitoring nützliche Aspekte. Hierbei geht es also nicht um eine Spielerei, sondern es bieten sich für beide Seiten interessante neue Eindrücke, einhergehend mit einer Wissensvermittlung, die keine Einbahnstraße ist. Coaching im weitesten Sinne meint meist, dass erfahrende Kollegen an die Jungen ihr Wissen weitergeben. Das steckt auch landläufig in den Köpfen der Entscheider. Sicherlich hat die zunehmend rasant werdende Digitalisierung der Arbeitswelten zu einem Umdenken beigetragen. So wird der Tabubruch zu einer Win-Win in den Unternehmen.

Zu Nutzen machen können sich altgediente Führungskräfte den Umstand, als dass nun sukzessive die ersten „Digital Natives“ in die Unternehmen als Auszubildende oder akademische Trainees vorstoßen. Junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die mit dem Internet und seinen stetig wachsenden Möglichkeiten von Kindesbeinen an groß geworden sind und der Umgang damit eine weitgehende Selbstverständlichkeit ist. Diese junge Generation interagiert im sozialen Umfeld daher ganz anders, als die „analogen“ Generationen vor ihnen. Dies macht sich auch innerhalb der Unternehmen bemerkbar. Bei allen vieldiskutierten Risiken überwiegt letztlich die Notwendigkeit einer Anpassung aller Alters- und Hierarchieebenen in den Unternehmen, unabhängig von der Branche und Größe. Hier können schon junge Kollegen mit wenig Berufserfahrung insgesamt einen großen Mehrwert generieren. Entscheidend ist letztlich, dass zum einen sich die Älteren auch wirklich mit der notwendigen Offenheit coachen lassen und zum anderen, dass der Junior-Coach Sensibilität dahingehend entwickelt, als dass Menschen mit wenig Erfahrung im WWW gewisse Hemmschwellen haben und auch die Fachsprache nicht beherrschen. Wenn diese Grundregeln eingehalten werden, kann im Sinne eines Wissensmanagements ein großer Mehrwert für alle Seiten entstehen.

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung EU-DSGVO ist eine große Herausforderung für alle Unternehmer und Webseitenbetreiber

Heimlich, still und leise trat bereits vor knapp zwei Jahren, am 25. Mai 2016 die neue EU-einheitliche in Kraft. Darin festgehalten wurde eine zweijährige Übergangsfrist, damit die Betroffenen ausreichend Zeit für die vollumfängliche Umsetzung haben. Betroffen ist u.a. jedes Unternehmen, jeder Selbstständige, jeder, der eine Webseite zu gewerblichen Zwecken betreibt. Auf diese Gruppen wollen wir in diesem Beitrag eingehen.

 

Zunächst ist es erstaunlich, dass vor allem der Mittelstand und Freelancer erst wenige Monate vor der „Scharfstellung“ begonnen haben, sich mit dieser spezifischen Materie zu befassen. Dies kann auch damit zusammenhängen, dass derartige Themen nicht im Fokus der Medienöffentlichkeit stehen. Zudem benötigten die einschlägigen IT-Unternehmen mit der notwendigen Weiterentwicklung bzw. Ergänzung der Softwarelösungen für ihre Kunden einige Zeit. Nun drängt die Zeit, es ist gewissermaßen 5 vor 12!

Grundsätzlich verfolgt die Europäische Union mit dieser Novelle das Ziel, den Datenschutz innerhalb der Staatengemeinschaft zu vereinheitlichen und dadurch ein gleich hohes Niveau zu etablieren. Bislang hat jeder Mitgliedsstaat seine eigene Datenschutzrichtlinie. Einige Länder handhaben den Datenschutz bislang sehr lax. Man kann generell festhalten, dass sich diese Verordnung am oberen Ende der Skala befindet, was den Schutz der personenbezogenen Daten sowie der Grundrechte und -freiheiten natürlicher Personen in der EU betrifft. Der Einzelne soll dadurch mehr Kontrolle über seine Daten erhalten, für Wirtschaftstreibende gelten zudem stärkere Transparenz- und Informationspflichten zum Schutz der Betroffenen. Beim letzten Punkt ist Compliance ein wichtiger Punkt.

 

Da wir in Deutschland bereits einen sehr streng ausgelegten Datenschutz leben, ändert sich für uns im Vergleich z. B. zu südosteuropäischen Mitgliedsländern relativ wenig, aber der Teufel steckt im Detail!

 

Zunächst müssen wir uns die Grundsätze beim Datenschutz vergegenwärtigen:

 

Datenvermeidung und Datensparsamkeit
Man darf nur so viele Daten verarbeiten und speichern, wie für den Zweck notwendig sind. Wenn Sie als Reifenhändler einem Kunden halbjährlich die Pneus wechseln und seine Reifen einlagern, ist es nicht erforderlich, dass Sie seinen Familienstand oder gar das Hochzeitsdatum wissen und speichern. Für einen Juwelier, der sich auf Hochzeitsringe spezialisiert hat, kann dies aus Marketinggründen (Gratulation zum Hochzeitstag etc.) von Bedeutung sein.

 

Zweckbindung
Unser Reifenhändler aus dem vorherigen Beispiel darf die Daten seines Kunden nur für die Geschäftsbeziehung im Hinblick auf das spezifische Autozubehör verwenden.

 

Verbot des Erlaubnisvorbehalts
Normalerweise ist unsere Rechtsordnung darauf ausgelegt, dass jeder Bürger tun darf, was nicht verboten ist. Beim Datenschutz wird dies umgekehrt: man darf nur tun, was explizit rechtlich erlaubt ist.

 

Transparenz
Betroffene, deren Daten ausgelesen und gespeichert werden, müssen zwingend darüber informiert werden, warum, wo und wann dies passiert, wer speichert und wie lange.

In Zeiten elektronischer Datenbanken, sogenannte ERP-Lösungen arbeiten die meisten Unternehmen, zunehmend aber auch Selbstständige vor allem im Bereich Werbung, Akquisition und Marketing mit hochsensiblen persönlichen Daten von Einzelpersonen. Die technischen Möglichkeiten, welche sich vor allem in den vergangenen beiden Jahrzehnten im Schatten des Siegeszugs der vernetzten Büro-EDV sowie dies Internets sukzessive ergeben haben, rissen anfangs riesige schwarze Löcher in das Netz des Datenschutzes. Kontinuierlich wurden die Lücken auf nationaler Ebene geschlossen. Mal mehr, mal weniger. Die EU hat nun für […]

Im deutschen Mittelstand steht eine Welle des Generationswechsels an

[:de]Die deutsche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) meldet für die nächste Zeit einen grundlegenden Wechsel an den Spitzen der klassischen deutschen Mittelstandsunternehmen. Dieser Generationsumbruch wird mehr als 800.000 Unternehmen im kleinen und mittleren Segment betreffen. Hauptgrund ist, dass bisherige „Kapitäne“ in den Ruhestand treten.[:]

Ausblick auf die konjunkturelle Entwicklung – wie nachhaltig ist der Aufschwung?

Herzlich willkommen im neuen Jahr und zurück auf unserem Blog. Schön, dass Sie uns treu bleiben. In unserem ersten Beitrag des neuen Jahres 2018 richtet sich unser Augenmerk auf die Chancen und Risiken des aktuellen Konjunkturzyklus. Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit geraumer Zeit in einer ungewöhnlich langen Erfolgsspur. Gegen Jahresende überschlugen sich zahlreiche Wirtschaftsforschungsinstitute und auch die bisherige Bundesregierung mit Erfolgsmeldungen und äußerst rosigen Ausblicken auf die weitere Entwicklung. Dabei sollte man die Risiken nicht aus dem Blick verlieren.

Von |2018-01-09T09:00:22+00:00Januar 9th, 2018|All Entries, Deutsch, News, Unternehmenserfolg, Wissen|0 Kommentare

Straffung des Recruitings durch elektronisches Bewerbermanagement

Lean Management auch in den Personalabteilungen sowie fortschreitende Digitalisierung haben zu einem grundlegenden Wandel der Personalbeschaffungs- und Ordnungsprozesse in zahlreichen Unternehmen geführt. Mittlerweile sind weit über 30 Softwarelösungen auf dem Markt etabliert, die größtenteils den ganzen Personalbeschaffungsprozess von der Planung der Stellen, über die Ausschreibung mittels Medienauswahl und zielgerichteter Platzierung, den Auswahlprozess selbst bis hin zur Besetzung und Projektabwicklung an Hand eines Gesamtpakets darstellen können.

Von |2017-10-17T09:00:31+00:00Oktober 17th, 2017|All Entries, Deutsch, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Löhne & Gehälter leistungsabhängiger gestalten!

Entspricht mein Gehalt dessen, was ich für das Unternehmen leiste? Diese Frage stellt sich zahlreichen Beschäftigten, nicht nur zur Vorbereitung auf Jahresgespräche mit dem Vorgesetzten. Allerdings geht der durchschnittliche Arbeitnehmer meistens zu seinen Gunsten davon aus, dass er zu wenig bekommt. Ein namhaftes, alteingesessenes Industrieunternehmen in Schwaben stellte kürzlich sein jahrzehntealtes Entgeltsystem auf den Kopf und man kam zu interessanten Ergebnissen, die aber nicht alle Beschäftigten zufriedenstellen konnten.

Manager beurteilen die Änderungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt durchwachsen, Bereitschaft zum Pendeln sinkt

Eine neue Studie, das sogenannte „Manager-Barometer“ kommt im Hinblick auf Arbeitszeiten und die Bereitschaft zum Pendeln bei Führungskräften zu überraschenden Ergebnissen. Zudem sind immer weniger Führungskräfte bereit, für ihre Karriere umzuziehen. Auch sehen sie die Konsequenzen, welche sich aus der fortschreitenden Digitalisierung ergeben, aus verschiedenen Gründen zwiespältig.

Wachstumsprognose bis 2021 sieht Abschwächung aus demographischen Gründen voraus

Derzeit überschlagen sich die positiven Meldungen. Nahezu alle Wirtschaftsforschungsinstitute berichten von einem robusten Aufwärtstrend in der Eurozone, vor allem in Deutschland. Die Auftragsbücher sind voll, Unwägbarkeiten wie der Brexit und US-Präsident Donald Trump scheinen wenn dann nur einen geringen Einfluss auf die ökonomischen Entwicklungen haben.

Von |2017-05-02T09:00:20+00:00Mai 2nd, 2017|All Entries, Deutsch, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Optimale Rekrutierungswege bei Ingenieuren und anderen gefragten MINT-Berufen

In einigen Bereichen herrscht bereits Fachkräftemangel in Deutschland. Dies betrifft flächendeckend vor allem die Berufsgruppen der Ingenieure, der Informatiker und diverse andere naturwissenschaftliche Qualifikationen.

Recruiter müssen daher eine hohe Kreativität an den Tag legen und sich auf den speziellen Kandidatentypus optimal einstellen, wenn Schlüsselpositionen in diesen Segmenten zielgenau und in akzeptabler Zeit besetzen werden sollen. Diese Analyse ist unabdingbar, denn nur so kann man bei der Rekrutierung die richtigen Tools und Methoden anwenden. Davon hängt nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ab, wenn der Kern der Wertschöpfung liegt in der Entwicklung und Produktion begründet ist.

 

Neben den Spezifika bei Bewerbern aus dem technischen bzw. naturwissenschaftlichen Segment bekommt man es rekrutierungsseitig auch mit Trends zu tun, die generationsabhängig sind. So wurde bereits festgestellt, dass die jungen Generationen, als „Y“ und „Z“ bezeichnet, nach Abschluss ihres Studiums nicht mehr sonderlich mobil sind. Die Bereitschaft, nach dem Studium bzw. nach dem ersten Einsteigerjob (Trainee z.B.) den Wohnort zu wechseln, ist deutlich geringer als in den Generationen davor. Dies mag auch damit zusammenhängen, als dass diesen neuen High-Potentials ihre Wertigkeit bei Arbeitgebern durchaus bekannt ist und daher räumliche Flexibilität anders als in vielen anderen Berufen nicht zwingend erforderlich ist. Dies macht es insbesondere jenen Unternehmen schwer, die nicht im Umfeld einer Universität oder Hochschule (ehemals Fachhochschule) angesiedelt sind. Die Zeiten zwischen Genehmigung und eines entsprechenden Head-Counts und der tatsächlichen Besetzung der Stelle vergehen so oft viele Monate, vor allem wenn Unternehmen im ländlichen Bereich qualifizierten Nachwuchs suchen. Zudem greift bei der Direktansprache über die einschlägigen sozialen Karrierenetzwerke im Internet ein unschöner Trend der deutlich verzögerten Reaktion um sich. Vielfach melden sich potentielle Kandidaten gar nicht. Der Marktführer in Deutschland, die XING AG aus Hamburg hat daher Mitte März für die Full-Service-Kunden (Recruiter Accounts) die Darstellung des Postfachs so geändert, als dass ein Hinweis erscheint, wenn eine Mail gelesen worden ist. Dies kennt man schon länger bei privat genutzten Messangern, vor allem aus dem Hause Facebook Inc. So kann man als HR Recruiter bei gelesenen, aber nicht beantworteten Postausgängen abschätzen, dass die angeschriebene Person wohl mutmaßlich kein Interesse hat. Sicherlich hat man auf unverlangt versendete Jobangebote kein Anrecht auf eine Antwort, nur mahnen IT-Experten seit Jahren zu Recht, dass man auch elektronische Nachrichten wie Briefe behandeln sollte, nicht nur was den Stil der Texte, sondern auch den Umgang angeht. In der Frühzeit des XING-Vorgängers Open-BC war die Interaktion flüssiger. So hat man nun, übrigens auch bei anderen Plattformen wie LinkedIn oder Experteer oftmals den Eindruck einer sehr zähen Kommunikation. Experteer nimmt diese negative Erscheinung auf Bewerberseite mittlerweile zum Anlass, Passivität als Kriterium für eine Löschung von Datensätzen heranzuziehen. Dadurch werden Ärgernisse auf Seiten der (zahlenden) Arbeitgeber minimiert. Nicht immer liegt mangelnde Kommunikation an Desinteresse der Bewerber. Besonders Experten in den MINT-Berufen erhalten oft mehrmals am Tag Anfragen von Recruitern sowohl der Personalberatungen, als auch der potentiellen Arbeitgeber direkt. Dies erfordert viel Aufmerksamkeit, die man als meist vollzeitbeschäftigter Berufstätiger nicht immer aufbringen kann. Somit landen viele Anfragen und Angebote unweigerlich  im […]

Ausblick auf den deutschen Stellenmarkt 2017

Das neue Jahr ist gerade erst ein paar Tage alt, aber Arbeitsmarktforscher veröffentlichen bereits Trends, wie es mit der Beschäftigung am Standort Deutschland weitergeht. Vorgegangen waren die offiziellen Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur in Nürnberg, wonach die Zahl der Erwerbslosen so niedrig ist, wie seit 1991 nicht mehr. Natürlich sind in dieser Quote von derzeit 6,1 % wie immer Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen, Umschüler etc. herausgerechnet. Die Vergleichbarkeit ergibt sich aber daraus, als dass sich die Berechnung seit der Wiedervereinigung nicht grundlegend geändert hat.

Von |2017-01-10T09:00:29+00:00Januar 10th, 2017|All Entries, Deutsch, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Dank Digitalisierung! Autoindustrie steht vor einem neuen Wachs-tumszyklus

Seit einigen Wochen berichten wir an dieser Stelle über die derzeitigen Umbrüche in Deutschlands wichtigstem Industriezweig, an dem direkt und indirekt mehr als 5 Millionen Arbeitsplätze hängen. Insbesondere die Digitalisierung bringt gewaltige Veränderungen mit sich. Konnte man vor 6 oder 7 Jahren noch gut und gerne einwerfen, dass die deutsche Automobilindustrie die Trends der Zukunft verschlafen würde, konnten die Hersteller und mit ihnen die gesamte Wertschöpfungskette in den letzten Jahren gegenüber der Konkurrenz in Nordamerika und Fernost bedeutend aufholen. War man anfangs skeptisch und sogar ein bisschen ängstlich, sprechen die Führungsetagen mittlerweile vom Anbruch eines goldenen Zeitalters.

Von |2016-12-13T09:00:41+00:00Dezember 13th, 2016|All Entries, Deutsch, Neue Arbeitswelt, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Deutsche Elektroautos: Daimler kündigt zehn neue Modelle an

Manch einer unkt, dass die deutschen Autohersteller die mobile Zukunft verschlafen. In der Tat werden auf Autoshows hauptsächlich neue Baureihen mit Otto- oder Dieselmotoren werbewirksam platziert. E-Autos sind oftmals nur sogenannte Konzeptstudien, die dann wieder in der Schublade verschwinden. Der i3 von BMW ist eine Ausnahme. Die jüngste Meldung des Premiumherstellers Daimler aber belegt, dass man sich hinter den Kulissen auf den schrittweisen Wechsel des Antriebs beim motorisierten Individualverkehr intensiv vorbereitet. Offiziell bangen die klassischen Markenhersteller um ihre Zukunft.

Von |2016-11-29T09:00:55+00:00November 29th, 2016|All Entries, Deutsch, Neue Arbeitswelt, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Elektroautos gehört die Zukunft der Mobilität – technische Herausforderungen und Vorzüge

Kaum ein technisches Thema wird im Autoland Deutschland seit einigen Monaten so intensiv wie kontrovers diskutiert wie der Wandel beim Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art. Besonderes Augenmerk liegt dabei wenig überraschenderweise auf dem Personenkraftwagen als des "Deutschen liebstes Kind".

Von |2016-10-25T09:00:22+00:00Oktober 25th, 2016|All Entries, Deutsch, Neue Arbeitswelt, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Digitale Transformation und Industrie 4.0: Sind Sie fit für neue Personalstrategien?

Schon seit geraumer Zeit ist das Thema Digitalisierung in aller Munde. Genauer gesagt vollzieht sich langsam aber stetig seit der Jahrtausendwende ein Wandel, der sowohl die Wirtschaft als auch die Gesellschaft allgemein betrifft. Seit einigen Jahren nimmt die Digitalisierung aber gehörig Fahrt auf und erfasst immer mehr Lebens- und Arbeitsbereiche vor allem in den Industrienationen. Benchmarks namhafter Unternehmensberatungen führen immer wieder zum Schluss, dass sich selbst große Unternehmen bzw. Konzerne in Teilbereichen erst unzureichend auf die Herausforderungen, die damit verbunden sind, vorbereitet haben.

Von |2016-10-18T10:27:17+00:00Oktober 18th, 2016|All Entries, Deutsch, Neue Arbeitswelt, News, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

What works best to get a low performer up to par?

It’s estimated that about 10% of all employees are so-called low-performers. There is no shortage of heated discussions and well-meant advice from HR- and Business Consultants concerning those ten percent. In this article, we will take a closer look at the matter. Who are those low-performers? And how did they end up being one?

Von |2016-09-06T08:59:44+00:00September 6th, 2016|All Entries, English, Unternehmenserfolg|0 Kommentare

Umgang mit Low-Performern – Peitsche oder neue Perspektive?

Geschätzt 10 % aller Arbeitnehmer sind sogenannte Low-Performer. Diese Klientel ist immer wieder Gegenstand von hitzigen Debatten in Führungsgremien oder auch vermeintlich guten Ratschlägen durch Personal- und Unternehmensberater. Man sollte das Phänomen aber zunächst einer Analyse unterziehen. Um welche Personengruppen handelt es sich? Und wie wird ein Arbeitnehmer überhaupt ein Low-Performer?

Von |2016-07-26T11:38:19+00:00Juli 26th, 2016|All Entries, Deutsch, Unternehmenserfolg|0 Kommentare