Wie Sie für Ihre Bewerbung die richtigen Arbeitsproben auswählen

Vor allem in Berufen, die Kreativität erfordern, gehören Arbeitsproben zwingend in die Bewerbungsunterlagen. Diese werden in der Regel erwartet, so z.B. bei Designern (klassisch und online), Architekten und Journalisten. Aber wie stellt man es an, relativ knapp und dennoch schlüssig seine Expertise darzustellen?

Bei den bereits erwähnten Berufsfeldern bieten sich geschriebene Artikel, Layouts, Skizzen von Gebäuden o.ä. an. Reine Hinweise auf Quellen würden vom Empfänger der Bewerbung verlangen, selbst zu recherchieren. Dies sollte man nicht erwarten und daher auch nicht riskieren. Schwieriger wird es im klassisch wissenschaftlichen Bereich. Man kann nicht ganze Veröffentlichungen der Bewerbung beifügen. Hier empfiehlt es sich, seine Abhandlungen jeweils kurz zusammenzufassen und dann tatsächlich auf die ganze Quelle, z.B. eine ISBN-Nummer zu verweisen. Auch aktive Teilnahmen an Kongressen mittels Fachvorträgen u.a. sollten auf jeden Fall erwähnt werden um sich von anderen Kandidaten abzuheben.

Oftmals werden bei bestimmten Stellenausschreibungen direkt Arbeitsproben verlangt. Diesem Hinweis sollte man auf jeden Fall nachkommen, sonst wird man mit ziemlicher Sicherheit bereits im ersten Schritt aussortiert. Personalentscheider legen darauf ebenso großen Wert wie auf einen möglichen Eintrittstermin und eine ungefähre Gehaltsvorstellung. Eine Rückschau ist für junge Kandidaten, die erst am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, naturgemäß schwierig. Wenn das breite Portfolio noch fehlt, empfehlen Experten solchen Bewerbern, ein kleines Projekt für den gewünschten Arbeitgeber proaktiv zu initiieren. Dies kann ein neues Logodesign sein, wenn man sich als Grafiker bewirbt, oder eine neue Unternehmensvorstellung auf der Homepage. Dadurch zeigt man in zweierlei Hinsicht Eigenmotivation und dass man sich mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Die Empfänger der Bewerbung können sich zudem gut in die Materie einfinden, denn das eigene Unternehmen werden sie kennen. Somit wirkt das Ganze nicht so abstrakt.

Egal ob reale Arbeitsprobe oder fiktives Projekt, so sollte die Auswahl und der Aufbau auf die ausgeschriebene Stelle passen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt drei oder vier Projekte aus, beschreibt diese und ergänzt sie um ein Quellenblatt mit dem gesamten Umfang seiner bisherigen Aktivitäten. So kann der Personalist einerseits konkret die ausführlich beschriebenen Projekte mit den Stellenanforderungen abgleichen, andererseits sich ein umfassendes Bild vom bisherigen Werdegang verschaffen.

Manchmal war man beispielsweise für ein Projekt nicht alleine verantwortlich, etwa bei einer Koproduktion im Rahmen eines Buchprojekts, bei Gebäudeentwürfen oder Werbelinien. Hier ist es wichtig, die jeweilige Eigenleistung deutlich hervorzuheben. Ansonsten könnte es den falschen Eindruck erwecken, dass man sich mit fremden Federn schmücken oder ein Projekt aufbauschen will, selbst wenn dies im Regelfall nicht beabsichtigt war. Eine stringente und lückenlose Darstellung erleichtert dem potentiellen Arbeitgeber die rasche Übersicht und Erstbeurteilung zu einer konkreten Bewerbung.

Wird das Datenvolumen etwa bei Zeichnungen zu groß, streiken viele Mailprogramme, weil es Volumenbegrenzungen, meist im Bereich von 10 Megabyte pro Nachricht eingerichtet sind. Hier ist davon abzuraten, seine Bewerbung häppchenweise auf mehrere Nachrichten zu verteilen, weil Profile oftmals elektronisch eingelesen werden. Bei Onlinetools zur automatisierten Bewerbungen auf Karriereseiten im Netz wäre dies gar nicht möglich. Besser lädt man die Arbeitsproben auf einen gesicherten Ort in der eigenen Cloud, versieht die Dateien […]

So gehen Sie richtig mit Lücken im Lebenslauf um

Hartnäckig hält sich das Ideal vom geradlinigen und damit lückenlosen Lebenslauf. Von der Schule bis zum Rentenalter sollte eine Vita leicht nachvollziehbar sein und dabei obendrein eine Karrieresteigerung vorweisen. Längst hat das mit der Realität aber vielfach nichts mehr zu tun.

Zum einen hat es die Globalisierung bis zum Mittelstand mit sich gebracht, dass wegen Fusionen, Unternehmenssplittings oder auch Insolvenz wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit die Zeiten der „aktiven Arbeitssuche“ bei vielen Kandidaten zugenommen haben. Zum anderen können die Absolventen der 2000er Jahre leider zu Recht als Generation Praktikum bezeichnet werden: von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des gegenwärtigen Booms im Jahre 2010 hatten es viele Studienabgänger trotz guter Noten schwer, den Einstieg in reguläre Beschäftigung zu finden. Diese Situation hat sich zwar in den meisten Berufsbildern gedreht, was dauerhaft bleibt sind aber die entsprechenden Einträge in den Lebensläufen. Dies wird die betroffenen Beschäftigten bis zur Verrentung begleiten.

Obendrein kommt ein neues Thema hinzu: die Gesellschaft wird immer älter und damit steigt die Zahl der Pflegebedürftigen. Wer seine Eltern oder Großeltern nicht in einem Heim abgeben möchte, sondern in deren gewohnter Umgebung Unterstützung angedeihen lassen möchte, nimmt sich dazu eine berufliche Auszeit mittels durch die Pflegekasse ausgeglichenen Langzeiturlaub oder geht in befristet Teilzeit. Diese Angebote werden durch die Politik in diesen Tagen noch attraktiver gemacht und werden daher sicherlich in vielen Bewerberprofilen ihren Eintrag finden.

Zu guter Letzt warten viele Menschen mit einer Weltreise nicht bis zum Ruhestand, sondern wollen dieses Erlebnis, sofern finanzierbar, bereits in jüngeren und damit körperlich fitteren Jahren realisieren. Top-Manager sind oft so ausgebrannt, dass sie zwischen zwei Jobs einen sogenannten Sabbatical zur persönlichen Regeneration nutzen, dadurch wieder neue Kraft schöpfen. Unabhängig von der Frage, ob man sich das individuell leisten kann, wirft es oftmals Fragezeichen beim Bewerbungsprozess auf. Nun ist eine Auszeit nicht mehr automatisch ein Absagegrund für Arbeitgeber, dies vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels und gesteigerter Sensibilität im Hinblick auf die sogenannte Work-Life-Balance, die man besser als Work-Private-Balance bezeichnen sollte, denn Arbeit gehört zum Leben schließlich dazu.

Welche Möglichkeiten aber gibt es um solche vermeintlichen Lücken stichhaltig zu erklären?

Ein positives Bild macht man vor allem dann bei Personalentscheidern, wenn die Auszeit sinnvoll verbracht wurde. Wer sich auf Weltreise begibt, schult damit automatisch seine interkulturelle und sprachliche Kompetenz. Zumindest der englischen Sprache sollte man mächtig sein, wenn man sich an ferne Ziele, weit ab von den pauschal buchbaren Hotelburgen begibt. Auch lernt man Land und Leute kennen, was man mit wenigen Worten beim entsprechenden Eintrag im Lebenslauf schlüssig beschreiben kann.

Abhängig vom eigenen Berufsbild können aber sogar Zeiten des Nichtstuns dem Menschen gut tun, vor allem wenn er in einem kreativen Beruf arbeitet. Grafiker, Programmierer oder Marketingspezialisten nutzen solche „schwarzen Löcher“ gerne um ihren Kopf freizubekommen und dann wieder richtig durchzustarten. Inspiration bekommt man nicht, wenn man sich fühlt wie der Hamster im Laufrad.

Auch beim Beispiel mit der häuslichen Pflege sollten Kandidaten kein Blatt vor den Mund nehmen. Dies gehört eben zum ganzheitlichen Lebenslauf dazu […]

Hat das Bewerbungsanschreiben ausgedient?

Jeder, der sich schon einmal beruflich verändern wollte, kennt die Misere. Nachdem der Lebenslauf mittels Textverarbeitungsprogramm endlich in einem gut strukturierten Layout dargestellt wurde, die Zeugnisse sauber eingescannt sind ggf. der richtige Ansprechpartner beim potentiellen Arbeitgeber recherchiert wurde, brütet man über dem Anschreiben. Möglichst individuell auf die Position und das Unternehmen abgestimmt sollte es sein, dazu die Wechselmotivation verdeutlichen, aber sich auch nicht über eine Seite hinaus erstrecken. Jahrzehntelang hat das Anschreiben über das Wohl und Wehe der Bewerbung gleich zu Anfang entschieden. Im Rahmen der sogenannten ABC-Analyse stellt die Bewertung des Anschreibens neben einem lückenlosen Lebenslauf und ggf. der Einkommensvorstellung die erste Hürde bei der Auswahl der Kandidaten dar. Allerdings hat sich in vielen Berufsgruppen das „Machtverhältnis“ zwischen Arbeitgebern und Kandidaten verschoben.

Angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels und dem damit verbundenen „war for talents“, aber auch im Zuge der zunehmend automatisierten Bewerbungsprozesse denken immer mehr Unternehmen darüber nach, auf ein Anschreiben gänzlich zu verzichten. Den Anfang bei den namhaften Konzernen macht die Deutsche Bahn AG. Zunächst möchte man dort im Rahmen eines Pilotprogramms bei den Azubi-Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2019 beginnen. Über die Onlineplattform sind dann nur noch Lebenslauf und Zeugnisse als pdf-Dateien hochzuladen. Wenn das fruchtet, wird man bei der Bahn diese Vorgehensweise sukzessive auf andere Berufsfelder und Bereiche ausweiten. So denkt man bei den Lokführern vor allem im Regionalverkehrsbereich und aber auch bei den händeringend gesuchten Ingenieuren darüber nach. Beim Staatskonzern machen sich die Lücken beim Personalstand besonders wegen der anstehenden Pensionierungswelle bemerkbar. Man sucht auf kurze Sicht bis zu 19.000 neue Kollegen, darunter mehr als 3.500 Auszubildende für das nächste Lehrjahr.

Letztlich sagen viele Personalverantwortliche, dass die Motivation für die konkrete Bewerbung ohnehin in den persönlichen oder zunächst telefonischen Gesprächen genauer abgefragt werde. Dabei möchte man vor allem auf Berufsgruppen zugehen, bei denen bekannt ist, dass sie sich mit diesen Arten von Textabfassung eher schwer tun.

Aber noch ein anderer ehemals bundeseigener Konzern, die Lufthansa AG, geht hier voran und verzichtet bei Kandidaten für die Aufgaben der Flugbegleiter und IT-Spezialisten auf die Anschreiben mit der Überlegung, auch hier auf andere Sparten auszuweiten.

Andere Unternehmen, wie die Drogeriekette „Rossmann“, gehen peu-a-peu ebenso diesen Weg, allerdings möchte man dort gerade von den angehenden Azubis die Motivation für eine Bewerbung im Einzelhandel vorab erfahren.

Es gibt aber auch skeptische Einschätzungen, was die generelle Abschaffung des Anschreibens angeht. Die Daimler AG, aber auch diverse kommunale Unternehmen und sogar die Softwareschmiede SAP haben das Anschreiben noch nicht abgeschrieben. Man erfährt eben doch schon Einiges über die Kandidaten im ersten Schritt. Zudem wird der vorgeschriebene Verzicht auch von manchen Bewerbern kritisch gesehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Abschlussnoten nicht so gut sind oder bei Berufserfahrenen Lücken im Lebenslauf entstanden sind, die man im Fließtext besser begründen könnte. Es kommt also auch immer auf die individuelle Situation an.

Ob also das Anschreiben in der bisherigen Form wirklich ausgedient hat, bleibt generell abzuwarten. Zudem könnte der individuelle Teil der Bewerbung durch einen neuen […]

Facebook steigt nun auch in die professionelle Jobvermittlung ein

[:de]Bislang verlief im Bereich der sozialen Medien eine unsichtbare Trennmauer zwischen den beruflichen Netzwerken wie XING, LinkedIn oder Experteer auf der einen, sowie Facebook auf der anderen Seite. Nun möchte das weltweit größte Onlinenetzwerk des Entrepreneurs Mark Zuckerberg auch in die professionellen Sphären einsteigen.[:]

Gescheiterte Bewerbung – keine Reaktion ist schlimmer als eine Absage

Egal, ob man sich auf eine neue Stelle oder z.B. auf ein Wohnungsangebot hin bewirbt: man gibt sich in der Regel große Mühe, möchte unter den anderen Mitbewerbern hervorstechen und ist aufgeregt, welche Reaktion man auf Empfängerseite auslöst. Nur was ist, wenn diese Reaktion gänzlich ausbleibt? Klar, eine Absage ist nie schön, man ist ggf. enttäuscht. Aber es liegt wenigstens ein Bescheid vor, mit dem man umgehen lernen kann. Psychologen haben herausgefunden, dass der Frust größer ist, wenn gar keine Reaktion erfolgt, eine Bewerbung also gewissermaßen im Sand verläuft. Oftmals verursachen das Fehlen jeglicher Reaktion gehörig Selbstzweifel.

Von |2017-10-24T09:00:09+00:00Oktober 24th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, News|0 Kommentare

Speed-Dating als neuer Trend bei Bewerbungsgesprächen?

Speed-Dating kennt man eher im Zusammenhang mit der Suche nach dem passenden Deckel zum Topf. Nun scheint sich der Trend zum beschleunigten Kennenlernen auch bei der Jobsuche durchzusetzen. Nicht nur auf den zahlreichen Jobmessen, auch als eigener Event werden solche Zusammenkünfte immer öfter angeboten. Der Trend dazu stammt aus Großbritannien und möchte es Personalentscheidern wie Bewerbern ermöglichen, im engen Zeitrahmen von meist 10 Minuten möglichst viele Kontakte kennenzulernen.

Von |2017-08-29T09:00:42+00:00August 29th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere, News|0 Kommentare

Wie Sie gängige Fehler bei Ihrer Bewerbung vermeiden

Das Abfassen einer Bewerbung gehört zweifelsfrei nicht zu den alltäglichen Herausforderungen. Vor allem in Deutschland ist es eher üblich, dem bestehenden Arbeitgeber treu zu sein, weshalb die meisten Beschäftigten 10 Jahre und länger beim selben Unternehmen bleiben. Je größer das Unternehmen umso größer statistisch auch die Betriebstreue. Wenn man wegen des Partners umziehen muss, sich nicht mit dem neuen Chef versteht oder der Arbeitgeber in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist, wird dies meist ein Grund für die Suche nach beruflicher Veränderung sein.

Von |2017-08-01T09:00:50+00:00August 1st, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere, News|0 Kommentare

Aus der Selbstständigkeit zurück ins Angestelltenverhältnis – wenn man nicht mehr sein eigener Chef sein möchte

Wer kennt den Slogan „Endlich mein eigener Chef!“ nicht? Vielfach reift bei Angestellten der Wunsch, das vertraute Business ohne bisherigen Arbeitgeber auf eigene Faust zu managen. Mit einer solchen Entscheidung fährt man aber auf eine Schiene, von der man schwer wieder runterkommt.

Von |2017-07-11T09:00:01+00:00Juli 11th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere|0 Kommentare

Immer wieder Ärger mit der Form bei Arbeitszeugnissen

Immer wieder geben Arbeitszeugnisse Anlass zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Wir berichteten Anfang dieses Jahres über einen Arbeitgeber, der humorige Formulierungen bewusst wählte, wohl um mutmaßlich dem ausgeschiedenen Mitarbeiter Steine in den Weg zu legen. Natürlich gibt es eine große Grauzone, wenn auch gemäß Paragraf 109 der Gewerbeordnung grundsätzlich gilt, dass Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben, sobald sie ihre Tätigkeit beenden. Dabei muss das ausgestellte Dokument klar und verständlich formuliert sein.

Von |2017-04-25T09:00:04+00:00April 25th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere, News|0 Kommentare

Achtung Falle! Gefälschte Stellenangebote per E-Mail

Schon seit längerem ist Fishing über gefälschte E-Mails ein Thema. Bislang wurden hauptsächlich Bankkunden und Nutzer von Onlinebezahlsystemen mit dieser Masche traktiert. Nun betrifft es seit Anfang März massiv auch Bewerber. Dabei werden von täuschend echt nachgemachten E-Mailadressen meist namhafter Konzerne Stellenanzeigen oder Loginbestätigungen für Bewerbermanagementsysteme versendet.

Von |2017-03-14T09:00:20+00:00März 14th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, News, Wissen|0 Kommentare

Lücken im Lebenslauf sind kein Beinbruch, wenn sie ehrlich erklärt werden

Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten sind Entwicklungen zu beobachten, die aus verschiedenen Gründen dazu führen, dass immer mehr Bewerber keinen klassischen lückenlosen Lebenslauf mehr vorlegen können. Die gute alte „Deutschland AG“, wie man die Binnenwirtschaft während der deutschen Teilung im damaligen Westen gerne nannte, wurde durch Mergers, Fusionen, Insolvenzen auf der einen Seite, dem Aufkommen neuer Technologien auf der anderen Seite sukzessive abgewickelt. Die Globalisierung ist der Augenscheinlichste für mehrere Gründe, warum deutsche Karrieren immer häufiger Lücken und Knicks aufweisen. Nicht mehr selten verlaufen Karrierewege nicht mehr geradlinig. Dies können häufige Jobwechsel, vorzeitige Kündigungen, oder auch ein Neustart zur Folge haben. Man sollte als Bewerber gerne kreativ formulieren, dabei aber nicht die Unwahrheit dokumentieren. Karriereberater geben wertvolle Hinweise, wie Kandidaten sich im optimalen Licht darstellen können.

 

Kündigung im Frühjahr, neue Stelle aber erst im Herbst? Lücken von mehr als sechs Monaten, in konservativen Branchen auch schon ab zwei Monaten müssen entweder im Lebenslauf oder zumindest im Anschreiben erklärt werden. Darauf zu hoffen, dass es schon nicht auffällt, ist weitgehend zwecklos. Sogenannte A-B-C Analysen erfolgen heutzutage meist standardisiert und bei wem Unklarheiten nach der ersten Prüfung offen bleiben, der wird in aller Regel nicht im „A-Stapel“ landen. So kann man sich trotz bester Qualifikation und Referenzen leichtfertig um eine Chance bringen.

 

Idealerweise erklären Sie eine oder mehrere Lücken direkt im Lebenslauf. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Curriculum chronologisch keine zeitlichen Diskrepanzen aufweist und dadurch die Lücken nicht nur sichtbar dokumentiert sind, sondern sich zugleich auch Erklärungen finden. Es ist immer negativ, wenn der Personaler das Gefühl hat, einen Bewerber bei etwas ertappt zu haben. Wenn man selbst schon beim Erstkontakt mit einem Arbeitgeber mittels der üblichen Unterlagen in die Offensive geht, kann man dieses schlechte Bauchgefühl vermeiden. Im Anschreiben kommen Erklärungen sie möglicherweise zu spät, weil im Rahmen der Vorauswahl normalerweise zuerst die CVs gelesen werden und dann der Blick auf Anschreiben und Zeugnisse fällt. Ehrlichkeit währt auch in diesem Fall am längsten. Erfinden Sie keine Weltreise, wenn Sie z.B. nach einer überraschenden betriebsbedingten Kündigung mehrere Monate sogenannter Kunde bei der Arbeitsagentur waren. Zu dieser Weltreise könnten Sie selbst bei Einladung zu einem Bewerbungsgespräch ebendort befragt werden und dann sind Sie wohl blank, was Ihre Eindrücke von Asien oder Südamerika betrifft. Damit wäre das Gespräch normalerweise beendet und ein anderer bekommt den Job. Verstricken Sie sich also nicht fahrlässig in solche Widersprüche. Wenn Ihnen gekündigt wurde, der alte Arbeitgeber zahlungsunfähig wurde, Sie im Rahmen einer Unternehmensfusion in Richtung einer Auffanggesellschaft „abgebaut“ wurden o.ä., dann schreiben Sie das auch so im Lebenslauf. Das gilt natürlich auch für Schicksalsschläge der Vergangenheit, etwa ein akuter Pflegefall in der Familie, weswegen Sie Ihre alte Stellung aus Zeitgründen aufgegeben haben. Oder auch, wenn Sie sich dazu entschieden hatten, über die Länge der Elternzeit hinaus für Ihr Kleinkind ganztags dazusein und Sie sich daher auf eine Aufhebung gebeten hatten. Gründe gibt es viele und die meisten Leser Ihrer Bewerbung haben entweder selbst oder in ihrem persönlichen Umfeld ähnliche Themen erleben müssen. […]

Von |2017-03-07T09:00:22+00:00März 7th, 2017|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere, News, Wissen|0 Kommentare

A honorary post can be more than a passing comment

Even if you haven’t spent time working abroad or speak five languages, there is still hope for you to stand out from the crowd. HR professionals increasingly are paying attention to candidates’ hobbies and volunteer work. What for a long time was little more than a passing comment at the bottom of the resume to point out that you had a life outside work, Recruiters are not trying to use these points, along with the interview, to get an idea of candidates’ social skills. Hence, how you spend your free time has more influence on your chances to land the job than most people think.

Von |2016-06-07T09:13:22+00:00Juni 7th, 2016|All Entries, Bewerbung, English|0 Kommentare

Das Ehrenamt in der Bewerbung: mehr als eine Pflichtangabe

Wer keine Auslandspraktika absolviert hat und auch keine fünf Fremdsprachen spricht, muss sich nicht verstecken! Personalentscheider legen zunehmend den Fokus auf Hobbies und Ehrenämter der Bewerber. War dies lange Zeit eher eine Pflichtangabe am Ende des Lebenslaufs um zu verdeutlichen, dass man neben dem Beruf auch andere Interessen hat, möchten Personaler mittlerweile zunehmend aus diesen Angaben und auch vor allem im Bewerbungsgespräch die sozialen Skills der Kandidaten kennenlernen. Daher hat unsere Freizeitgestaltung einen größeren Einfluss auf unsere Jobchancen, als viele meinen.

Von |2016-05-10T09:13:42+00:00Mai 10th, 2016|All Entries, Bewerbung, Deutsch|0 Kommentare

Bad manners will prevent you from getting hired – despite the shortage of skilled workers

In many ways, the shortage of qualified workers is forcing companies to become somewhat less demanding when hiring new personnel – and that not only in the STEM fields. Today, many candidates who would not have made it through even the first part of the selection process due to a non-stellar final grade or missing specialist skill are given a chance. When it comes to good manners, hiring managers haven’t relaxed much, though.

Von |2015-11-17T10:06:57+00:00November 17th, 2015|All Entries, Bewerbung, English, Karriere|0 Kommentare

Trotz Fachkräftemangel – bei schlechten Umgangsformen gibt es kein Pardon!

In vielerlei Hinsicht zwingt der wachsende Mangel an geeigneten Bewerbern – nicht nur in den MINT Berufen – die Arbeitgeberseite dazu, bei manchen Auswahlkriterien ein Auge zuzudrücken. So bekommen viele Kandidaten eine Chance auf einen neuen Job, die noch vor ein paar Jahren wegen einer schlechten Examensnote oder einer noch fehlenden Fortbildung eine Absage erhalten hätten.

Von |2015-10-27T10:35:52+00:00Oktober 27th, 2015|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere|0 Kommentare

Some practical advice for future salary negotiations

Quite a few applicants already include their salary expectations in the cover letter of their application. For many job ads that is even expected of them. However, not every candidate is able to correctly asses their own market value. This leads to anxiety about whether a too high demand might get the application trashed before the recruiter so much as skimmed the list of qualifications. Hence, many try to postpone the matter until the job interview.

Von |2015-10-20T09:13:42+00:00Oktober 20th, 2015|All Entries, Bewerbung, English, Karriere|0 Kommentare

Praktische Tipps für Ihre Gehaltsverhandlung

Viele Bewerber nennen Ihr Wunscheinkommen bereits im Anschreiben der Bewerbung. Oftmals wird dies in Stellenausschreibungen sogar erwartet. Aber nicht jeder Kandidat kann sich selbst gut einschätzen, oftmals herrscht auch Besorgnis vor, ob man sich durch vermeintlich überzogene Vorstellungen selbst aus dem Rennen nehmen könnte. Daher warten viele den Verlauf des Vorstellungsgesprächs ab um dann in Verhandlungen zu treten.

Von |2015-09-29T09:43:09+00:00September 29th, 2015|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Karriere|0 Kommentare

A third of all consultants only pretend to be workaholics

The first at the desk in the morning, the last out the door in the evening – if you want to make a good impression with your boss, this is usually the way to go. Sometimes, however, that kind of commitment is just pretense, as a recent example in the USA shows. At one company, every third consultant regularly sneaks out early.

Von |2015-08-24T09:16:50+00:00August 24th, 2015|All Entries, Bewerbung, English, Karriere, News, translation|0 Kommentare

Externe Berater lohnen sich doch!

Diesen Satz kennt zu ziemlich jeder: „Das können wir doch selber machen.“ Im Eigenheim führt der Drang zum Geld sparen durch do-it-yourself vielleicht zu tropfenden Wasserhähnen und einer Fliesen-Buckelpiste. Das kann zwar auch teuer werden, wenn wie in meinem eigenen Haushalt der Küchenschrank ausgetauscht werden muss, ist aber trotzdem noch vergleichsweise harmlos.

Von |2015-08-04T10:13:43+00:00August 4th, 2015|All Entries, Bewerbung, Deutsch, Unternehmenserfolg|0 Kommentare